[Buch] David Bowie - Station to Station von Andreas Jacke

falldog
Kooks
F
Beiträge: 0
09.03.2011, 23:21 Uhr
Zitat:
Wie will man da unterschieden was aus seiner eigene Psyche kam und was nur ein Spiegelbild äußerer Einflüsse ist, Strömungen in Kunst und Gesellschaft die er aufgespürt hat...



Ja genau, du hast es nur schöner ausgedrückt, danke!

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Lori
Kooks
L
Beiträge: 0
09.03.2011, 23:30 Uhr
Zitat:
...eine Analyse der Texte finde ich zwar sehr interessant, aber ich wäre sehr vorsichtig daraus auf eine bestimmte Persönlichkeitsstruktur des Verfassers zu schließen.

U.a. deswegen kochten ja so die Emotionen hoch ganz am Anfang der Diskussion. Aber man muss das wirklich abstrakt sehen, wie Zicky gestern schon schrieb. Die Frage ist halt, ob man solch abstrakten Analysen dann eine Bedeutung beimisst.



Aus wissenschaftlicher Sicht finde ich Herrn Jackes Ansatz mittlerweile nicht mehr verkürzt - er analysiert Bo nur und ausschließlich anhand seiner Texte, weil die quasi Bo in Reinform sind - ich finde, dass kann man machen, das ist berechtigt und für mich auch nachvollziehbar. Herr Jacke respektiert damit auch die Grenzen, die ihm gesetzt sind als jemand, der Bo nicht persönlich kennt, das muss man ihm zugute halten. Natürlich hätte er alles Mögliche einbeziehen können, aber das wäre sicher schwierig geworden mit einer ernsthaften, theoriebasierten Analyse...insofern finde ich seinen Ansatz so mittlerweile wirklich ernsthafter und auch glaubwürdiger. Was die Bedeutung der Texte angeht, da schließe ich mich Zicky an - auch wenn es von außen kommt, die Auswahl ist entscheidend, ebenso die Art und Weise der Verarbeitung. Zumal Bo ja oft die Texte direkt oder fast direkt aus seinem Kopf auf's Album packte - das ist enorm persönlich finde ich, wenn auch meist nicht vordergründig direkt.



Herr Jackes Buch soll eine (abstrakte) wissenschaftliche Betrachtung sein, das muss man wirklich immer im Hinterkopf haben. Jackes Argumentationsstrang ist nur einer von vielen, mehr behauptet er auch nicht.



Die Bedeutung, die man den gewonnen Ergebnissen dann beimisst, liegt in der Hand des Lesers, das ist unsere Aufgabe, das Ergebnis zu gewichten, das können wir nicht Herrn Jacke zuschieben. Das schreibe ich jetzt, weil ich Herrn Jacke und sein Buch jetzt mit rein sachlichen Augen betrachten kann 😉
falldog
Kooks
F
Beiträge: 0
09.03.2011, 23:39 Uhr
So gesehen ist für mich dieses Buch völlig bedeutungslos.

Ich werde es mit Sicherheit nicht lesen und es wird tief in den Abgründen

des Büchermarktes versinken. In einer Woche erinnert sich keiner mehr an den Namen: Jacke.

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miss_peculiar
Heathen
M
Beiträge: 8.313 Registriert: 25.07.2005
09.03.2011, 23:50 Uhr
Zitat:
So gesehen ist für mich dieses Buch völlig bedeutungslos.

Ich werde es mit Sicherheit nicht lesen und es wird tief in den Abgründen

des Büchermarktes versinken. In einer Woche erinnert sich keiner mehr an den Namen: Jacke.

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[Ironiemodus on] Oder wie meine Oma gesagt hätte: ist doch Jacke wie Hose. [Ironiemodus off]



😀
The game is on!
Aurora
The Mysteries
A
Beiträge: 6.065 Registriert: 12.11.2003
10.03.2011, 14:53 Uhr
Zitat:
So gesehen ist für mich dieses Buch völlig bedeutungslos.

Ich werde es mit Sicherheit nicht lesen und es wird tief in den Abgründen

des Büchermarktes versinken. In einer Woche erinnert sich keiner mehr an den Namen: Jacke.

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@Zicky, miss_peculiar, Lori:



Ihr habt das sehr schön dargestellt, aber letzten Endes hat falldog wohl (hoffentlich) Recht.



Und mich ärgert nach wie vor (bei aller angeblich so harmlos gemeinten Bowie-Analyse) dieser reißerische Titel:

"David Bowie - Station to Station: Borderline-Motive eines Popstars".

:evil:



Denn das ist es doch, was bestimmte Leute/Medien als Einziges behalten werden: "Ach, der Bowie leidet am Borderline-Syndrom? Naja, der kam mir immer schon verdächtig vor..." :x



Und ich bleibe dabei: Sind wir nicht alle ein wenig "borderline"? :wink:



Aurora



Ich weise in dieser Fußnote darauf hin, dass ich diesen Spruch einem bekannten Werbespot nachempfunden habe. :lach:
Lori
Kooks
L
Beiträge: 0
10.03.2011, 19:48 Uhr
Zitat:
Und ich bleibe dabei: Sind wir nicht alle ein wenig "borderline"? :wink:

Klar sind wir alle ein wenig Boderline! 😉



Und David ist unser "Lord of the Bord's"
😀 😉



*Diese Formulierung wurde einem bekannten Songtitel entlehnt 😉
Lori
Kooks
L
Beiträge: 0
10.03.2011, 20:04 Uhr
Nachtrag, bevor wieder Missverständnisse entstehen:



Ich persönlich denke nicht, dass David ein Borderliner ist.
Reinhold
Administrator
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Beiträge: 13.914 Registriert: 01.10.1999
27.04.2011, 18:55 Uhr
Pflichtangabe zu den Inhaltsstoffen meiner Postings: Kompetenz, Erfahrung, geringe Anteile von Halbwissen. Kann Spuren von Ironie oder Hörensagen enthalten.
zicky_dustbin
Lebende Forum-Legende
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Beiträge: 30.059 Registriert: 05.11.2002
27.04.2011, 20:14 Uhr
naja, kommt ja einigermaßen gut weg, was...? :razz:







..nur... :?


Zitat:
"Neues... wollen Sie erfahren..? Nein....



...Es ist ja wirklich so, dass David Bowie zu den Megastars des letzten Jahrhunderts gehört... "







gruß, Z
- bowiefun for ever -
ezaube
Deranged
E
Beiträge: 1.853 Registriert: 02.03.2011
27.04.2011, 20:57 Uhr
Na ja, irgendwie verständlich daß sie das sagt, denn im Verhältnis zu seinem künstlerischen Output vor der Jahrhundert-/Jahrtausendwende hat DB in diesem Jahrhundert ja (noch?) nicht allzu viel von sich gegeben... :wink: :cry:



Auf jeden Fall hört es sich interessant an.

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