David Bowie 01.09.2003 live bei Radio Eins

beate
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06.09.2003, 12:03 Uhr
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Schöne Grüße ...!
    ... von ... guido ...
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beate
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06.09.2003, 12:23 Uhr
Zitat:


Mein Text wird für ein Forum wohl etwas zu lang.

Eigentlich nicht 😉
Zitat:
Die Einzelheiten werden sicher erst nach und nach formulierbar für mich werden.

Ich kann warten 😀


Zitat:
Schöne Grüße ...!

... von ... guido ...



Schöne Grüsse zurück,und danke 😀
beate
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06.09.2003, 21:27 Uhr
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10.09.2003, 19:01 Uhr
Hallo ich bin's nochmal

Hab ja versprochen, wenn sich bei mir alles wieder sortiert hat, melde ich mich wieder.



Seit Montag sehe ich wieder klarer. Bis zu dem Moment als die erste Großaufnahme von Bo auf der Leinwand erschien, war ich mir nicht sicher, an was ich mich vom 01.09.03 noch erinnern konnte. Ich habe versucht möglichst viel zu behalten und danch ist es wie nach einem erlebnisreichen Urlaub - das Gehirn ist irgentwie fast leer - nur noch Fragmente.



Aber am 08.09. im Kino ... ich sah das Gesicht und hatte das Gefühl hey, da biste ja wieder. Er hatte übrigens die gleiche Hose am wie in Babelsberg, fall sich dafür jemand interessiert.



Mir hat der Bericht von Zicky sehr gut gefallen und auch die slide-show von Beate und Guido und nun auch Zicky - Vielen Dank! Das war eine Wohltat und hat zum Aufräumen meines Oberstübchens kräftig beigetragen.



Ich will Euch nun auch meinerseits Bericht erstatten:

Prolog:

Ich hatte unter erschwerten Bedingungen am 01.09.03 Radio gehört:

Auf Arbeit: Radio hören unerwünscht, Privattelefonate nur in Notfällen

Also, Walkman vom Sohn1 geborgt, kleine Ohrhörer vom Sohn 2 geborgt, auf Mono gestellt, linker Knopf ins Ohr, aber als ich in der Firma ankam (7:00 Uhr), Meister hat schlechte Laune 🙁 , bloß nichts anmerken lassen ...

Erste Runde verpasst :x

Zweite Runde: Empfang weg und nur noch die letzten Sekunden nach dem Gewinn mitbekommen

Dritte Runde: Let's Dance gehört, die beiden anderen wurden nochmal genannt und dann - So viele wussten's nicht :? ich hätte - hab mich getraut anzurufen, tütütütütütütütüt, I-chin hat's gewusst - und um kurz nach 14:00 Uhr geht's weiter

Vierte Runde: Handy vom Kollegen geborgt, Knopf ins Ohr ich geh' mal aufs Betriebsglände um 14:00 Uhr, als ich's handy bekomme - Chef kommt rein :eek: (13:50 Uhr) das kann länger dauer, aber egal schnell aufs klo, damit man mich in der Firma gesehen hat und dann raus, nach 14:00 Uhr zwei Songs (die dauern ja 'ne Ewigkeit) Handy wählt - Dauer-Tütüt - wieder nichts - die meisten von Euch kennen ja das Gefühl.

So und nun, hatte nicht die ganze Zeit den Knopf im Ohr, war das jetzt schon die 5. Runde oder kommt bei Robi und Volli noch 'ne Chance? meistens ises ja so. Feierabend - endlich - schnell nach Hause - Radio an - Tel-Nr. eingeben - Kaffee kochen und abwarten. Kinder sind schon da, mann kommt auch - Kaffee trinken. Der Trailer kommt (ca. 16:50 Uhr oder?). Mann: "Ich würd' nicht zu lange warten!" na gut Tel-Nr. wählen - Freizeichen (ist das auch die richtige Nr.?!?, geht doch sonst nicht so leicht), ewig tutet das Freizechen (die Telefonleitung fällt bestimmt gleich ab), lieber nochmal versuchen - besetzt, nochmal - frei (was ist denn heute los?) Die ersten beiden Anrufer packen's nicht, plötzlich nach dem 3. oder 4. Freizeichen - das Programm, na ja irgendeiner wird's sicher vor mir lösen. Achso die Antwort - hm radioeins ist ja immer nicht so direkt, die machen's etwas kniffliger, ich denke ... "Alles aus der Berlin-Zeit" könnte gefragt sein Auf einmal: " ... und wer ist da?" (oder so ähnlich), Ich: " Hallo, bin ich dran? schluck ... :lol: :lol: :lol: :lol: :lol:

und das die ganze Familie.

Die Eeignisse überschlugen sich Physiotherapie-Termin doch absagen, was nettes aber nicht zu auffälliges anziehen, Fotoapparat, geborgtes handy, CDs für Autogramme nicht vergessen. Inzwischen: Mann und großer Sohn suchen die beste Fahrstrecke raus. Autobahn-Südring - ich wohne auf der anderen Seite Berlins.

Stau in Köpenick stehen, stehen, fahren, stehen, stehen, stehen MENSCH MACHT DOCH MAL ICH HAB' KEINE ZEIT; DAVE WARTET!!! Kontrolle: hab' ich auch alles? Auweia der Ausweis fehlt, wenden, Tel. nach Hause "brigt mir schnell meinen Ausweis raus" Reifenquietschen vorder Tür ... Hup - wirf schnell rein - Danke - Tschüß. wieder zurück - Stau noch zäher. Aber dann Plopp und der Verkehr läuft. So weit so gut - müsste noch klappen. Und 2000 m vor dem Kreuz Nuthetal - dicker Stau - nichts geht mehr. SCH... Da sind zwei die langsam auf der Standspur fahren. Besondere Situationen erfordern besondere maßnahmen - also hinterher. Geht langsam aber gut soweit, wenn da nicht so ein blöder Verkehrserzieher im Passat wäre, der uns partout nicht vorbei lassen will, aber der Wagen in der Pole-Position setzt sich durch und nun nichts wie hinterher - es ist vielleicht immernoch zu schaffen. Bloß jetzt nicht mehr verfahren! Schilder, Schilder, Schilder Filmpark nach da, Medienstadt nach dort. medienstadt müsste ja richtig sein. Sieht so aus als finde ich auf Anhieb den richtigen Weg.

Aha - da ist ja die Marlene-Dietrich-Allee - was hatte der nette mann von radioeins gesagt? - linkes Gebäude links rein... Da ein Parkplatz - den nehm ich, wer weiß ob ich wieder einen finde, aber wie weit ist es denn noch ❓ Ah da eine einsame Frau: "Entschuldigen Sie, wo ist hier radioeins?" "Ist da heute irgendwas besonderes los? Da links um die nächste Ecke könnte es sein." Mal sehen - und - Eine Minute vor deadline ich bin da. Da stehen vile Leute - Fans, Presse, Security... Beim Pförtner melden hatte der nette Mann von radioeins gesagt: "Guten abend bin ich hier richtig? Ich hab' ein Meet&Greet gewonnen." Mit wem denn mit Karl Napp (oder so ähnlich)?" Nein mit David Bowie." Na erstmal muß herr Bowie kommen, dann kommen Sie auch rein." Aha! Umsehen ... Da stehen ein paar Leute nahe der Tür. Mal hingehen. "Guten Abend - seid Ihr die anderen Meet&Greets ?" ...



fortsetzung folgt, meine Familie schreit nach Abendbrot.



bis bald
"You show respect, even if you disagree."
by Camille Paglia quoted by David Bowie in "We prick you"
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Ricochet
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10.09.2003, 23:12 Uhr
Jaa, mehr davon! War ja bisher ziemlich turbulent Dein Bericht, aber ich will unbedingt wissen wie's weitergeht.
beate
Ricochet
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15.09.2003, 15:18 Uhr
Jaja ... und Josephine hat eben schon wieder zugeschlagen ... muss irgendwie den Magic Telephone-Touch haben, wie macht Ihr das nur alle; ich komm da nie durch bei RadioEins.



:-?

beate
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21.09.2003, 17:55 Uhr
Hallo hier ist meine Fortsetzung, hab' mich ja wieder eine Weile nicht gemeldet. Die Zeit vergeht z. Z. irgendwie so schnell. Und außerdem ist bei uns der September der Monat der Geburtstage, sorry.

Hab' mir mein Kauderwelsch vom letzten Mal nochmal durchgelesen. Durch das schnelle Schreiben haben sich ganz schön viele Tippfehler eingeschlichen, aber so hastig war die Vorgeschichte nun mal.

(hechelhechel)



So ging's weiter:

Ja, es waren ein paar der anderen Meet&Greets teilweise in Begleitung und eine sehr nette Dame von radioEINS, die uns den Abend über betreuen würde. Wir machten uns miteinander bekannt und erzählten erst mal, wie es uns heute so ergangen war. Dann kam noch Sten Lorenzen, der Reporter von radioEINS heran, der auch sehr nett ist. Wir bekamen den Ablauf des Abends erklärt:

Wenn David Bowie oben im Studio interviewt wird, müssen alle überflüssigen Personen, auch radioEINS-Mitarbeiter, die Etage verlassen, d. h. auch wir dürfen nicht nach oben. - SCHADE !!!

Nach einer Stunde, so ca. 20:00 Uhr ist der Live-Interview-Teil der Sendung vorbei und David Bowie geht in den Konferenz-Raum, und das Interview für die Sendungen der "CD der Woche" wird aufgezeichnet. In dieser Zeit werden wir nach oben geholt. Nach der Aufzeichnung haben wir oben die Gelegenheit, Dave zu begrüßen und wenn er es zulässt ein oder zwei Fragen zu stellen. Sten Lorenzen möchte, wenn Bowie weg ist, gern noch ein Interview mit uns machen und fragt ob wir die Zeit und Lust dafür noch haben werden. - Na klar!

Die erste Enttäuschung ist, dass wir nicht die gesamte Sendung direkt im Studio verfolgen dürfen, aber man ist ja schon zufrieden, dass man überhaupt zu den Auserwählten gehört. Wir unterhalten uns noch ein Weilchen - und immer wieder der Blick auf die Uhr und zur Einfahrt. ... Und plötzlich - Unruhe in der Menge der Wartenden. Ein schwarzer Mercedes fährt vor. Im Fond erkenne ich zuerst Coco Schwab hinter dem Fahrer dann David Bowie, tatsächlich - ER IST ECHT. (mein Mann hatte mich noch gewarnt: "Sei nicht enttäuscht, falls abgesagt wird. Damit muss man bei so prominenten Gästen immer rechnen."😉. Die "Meute" ist sofort zu einer amorph wogenden Masse geworden. Jeder versucht möglichst nahe heranzukommen, viel zu sehen und zu fotografieren und vielleicht ein Autogramm zu ergattern. Ich erhasche den Sailor nur von schräg hinten, mache zwei oder drei Fotos, aber ich habe ja nachher einen Logenplatz. Noch einen Blick in die Lobby des Hauses, wo er, flankiert von seinem Staff, von Peter Radszuhn (Musik-Chef und Interviewer) und Helmut Lehnert (radioEINS-Chef) begrüßt wird. Ich bin ganz schön aufgeregt. So schnell wie er erschienen ist, ist er auch schon wieder verschwunden. Als die Lobby wieder daliegt, als wäre nichts geschehen, sagt unsere Betreuerin Annette (die übrigens auch ganz schön enttäuscht ist, dass sie mit uns nicht nach oben darf): "So nun können wir reingehen und uns in die "Lederlounge" setzen um zu warten." Es ist schon ein erstaunliches Gefühl, sozusagen zum "Innercircle" zu gehören, mit hinein zu dürfen und so viele andere müssen draußen bleiben. Ich habe dies allerdings als einen unwirklichen Zustand, wie leicht betäubt, empfunden.

Die Erwartung wird immer gespannter. Wir bekommen Getränke einen großen Obstteller und Süßigkeiten. Aber wir sind alle viel zu aufgeregt um zu essen. So richtig bekommen wir alle nichts runter. Ich trinke ein Wasser und schaffe gerade mal zwei Weintrauben. Üppiges Abendbrot, nicht war? Wir unterhalten uns angeregt über unser Leben als Bowie-Fan und sind hin- und her gerissen, ob wir der Sendung lauschen, oder kleine Anekdoten austauschen sollen. Kurz schaffen wir es der Sendung zuzuhören, aber wir haben fast alle jemanden beauftragt, die Sendung mitzuscheiden. Mein Mann nimmt die Sendung auf Kassette auf und mein großer Sohn auf Festplatte. Für die M&Gs, die nicht aufnehmen können werden die anderen sorgen. Wir tauschen Adressen aus und verabreden, dass jeder mit dem Fotoapparat draufhält und wir hinterher die Fotos austauschen so wie auch die Mitschnitte. Wir machen mit jedem Fotoapparat noch Fotos von unserer kleinen Gemeinde. Wir sind jedenfalls viel zu aufgeregt um still zu warten.

Wir bekommen noch einmal Instruktionen. Die Plattenfirma hat alles genau festgelegt. Es dürfen keine eigenen Fotos geschossen werden. ? Die nächste Enttäuschung! Ein Fotograf wird Fotos machen mit allen M&Gs und Mr B. zusammen, die wir dann zugeschickt bekommen. Es wird gesagt, dass jeder nur ein Autogramm bekommt. Da heißt es jetzt überlegen: welche CD lässt man sich veredeln?!?

Draußen warten noch die anderen Fans.

Da kommt das Zeichen. Wir werden nach oben gebracht.



Hier pausiere ich mal wieder, denn ich merke beim Schreiben, dass da ganz schön viel zusammen kommt.

Die Fotos sind übrigens bei mir immernoch nicht angekommen, aber mindestens eine von uns hat das package bereits bekommen, Ende der Woche. Ich hoffe, dass ich es am Montag bekomme.



Beim nächsten Mal kommt der eigentliche Teil - verspochen



Tschüß bis neulich

MrsRice
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beate
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21.09.2003, 18:56 Uhr
Zitat:
hier ist meine Fortsetzung

Oh schön ...! :freude:

Das macht es irgendwie noch spannender ... so als Fortsetzungsroman. 😉


Zitat:
Durch das schnelle Schreiben haben sich ganz schön viele Tippfehler eingeschlichen, aber so hastig war die Vorgeschichte nun mal.

Eben, passt doch irgendwie ... never mind.

(Wenn's Dich stört, klick einfach auf den EDIT-Button.)


Zitat:
Es dürfen keine eigenen Fotos geschossen werden. ? Die nächste Enttäuschung!

*grrrr ... das hätte mich tierisch geärgert. :evil:


Zitat:
Beim nächsten Mal kommt der eigentliche Teil - versprochen

Bin schon ganz gespannt ...

... kann es nicht oft genug hören ... . 😀



Keep writing Mrs. Rice! 🙂



beate
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dweny
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21.09.2003, 20:59 Uhr
Mrs.Rice bravo :respekt:

aber bitte, bitte lass uns nicht nocheinmal 11 Tage warten. JAAAAA :?:

:wecker: 😀
MrsRice
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29.09.2003, 20:28 Uhr
Hallo nochmal,

hat zwar wieder ewig gedauert, aber ich erbitte mildernde Umstände, unser Auto wurde geklaut und das macht nun überhaupt keinen Spaß, nur Rennereien und Ärger! :evil:



Hier ist nun der Hautteil. Ich will betonen, dass das nur meine eigenen Eindrücke sind und ich habe verzichtet Namen zu nennen. Eines nur noch: ich freue mich durch dieses Abenteuer einige sehr nette Leute kennengelernt zu haben, mit denen ich den Kontakt aufrecht erhalten möchte.



DER GROSSE MOMENT:

Oben ist eine knisternde Atmosphäre. In der Luft liegt ein Hauch von gedämpfter Aufregung. Einige radioEINS-Mitarbeiter wuseln umher. Ein Mann der Plattenfirma erklärt uns nochmal das Prozedere auf deutsch: Begrüßung mit Shakehands, eventuell Fragen stellen, Fotos, Autogramme. Aber ein anderer will unbedingt nochmal auf englisch alles erklären (vermutlich hatte er Angst, dass man uns etwas verschwiegen hatte). Man sagt uns, wir bekommen die Fotos und die CD zugeschickt und es liegt ein Blatt Papier aus, auf dem wir unsere Adressen aufschreiben sollen.

Der Fotograf baut sein Equipment auf und bittet uns unsere Sachen woanders hinzulegen. Na klar, machen wir doch. Er prüft die Lichtverhältnisse indem er immerzu mit seinem Belichtungsmesser Blitze in den Raum schickt. Man kommt sich vor wie auf einer Foto-Session.

Irgend Jemand von radioEINS sagt uns, dass die Plattenfirma verlangt hatte, uns die Fotoapparate abzunehmen, aber wir waren scheinbar alle vertrauenswürdig genug und es hat das Wort genügt, dass keiner aus der Reihe tanzt.

Die Spannung verdichtet sich. Was lässt man sich denn nun am besten unterschreiben? Wir beraten uns darüber und eine von uns hat für Alexandria einen Plüschhund mit Hundebaby mitgebracht. Wie soll sie dieses Geschenk überreichen? In Geschenkpapier oder pur? Wir beratschlagen und beschließen dann: ausgepackt, da er sicher keine Zeit haben wird es auszupacken.

Wann wird endlich die Aufzeichnung vorbei sein? Um einen guten Blick in den Gang zu haben, gehe ich an eine geeignete Stelle, wo Fotos der meisten radioEINS-Mitarbeiter an einer großen Wand hängen und lasse mir das "Who is Who" von radioEINS erklären. Immer wieder ein Blick in Richtung Konferenz-Raum ... Und plötzlich - da kommt Coco Schwab aus dem Raum. Jetzt geht's gleich los. Was tun? Am besten zu den anderen gesellen, sonst verpasse ich noch den Antritt. Wir sollen in einer Reihe Aufstellung nehmen. ... Let's beginn the audience!

Gemurmel, Geraune, Geraschel. ...

Und plötzlich, wie aus dem Nichts, kommt die Gesellschaft um die Ecke, mitten drin ein dynamischer David Bowie in einem knappen schwarzen T-Shirt mit Death Killer-Aufdruck und winzig kleinen Mottenlöchern, einer interessanten Designer-Jeans und (ich glaube) hellblauen oder türkisfarbenen Volleyballtretern aus Stoff mit roten Schnürsenkeln (oder war einer rot und einer grün?) Alles in allem ganz schön grunge. Aber - dieser Mensch könnte im Kartoffelsack vor einem stehen und hätte immernoch Charisma. Er ist ziemlich klein so ca. 1,75 m und sehr schlank, so dass er in der Gruppe kaum auffallen würde, wenn da nicht diese super geschnittene auffällige Frisur wäre und die Aura, die ihn umgibt. Wo schaut man zuerst hin?

Ich bin die zweite von rechts und somit die Vorletzte in der Reihe. Die erste darf ihn begrüßen und bestellt Grüße vom BowieNet. Es scheint, er freut sich sehr über diese Grüße und bedankt sich. Dann überreicht sie Ihm den Plüschhund mit Baby für Lexy. Er reagiert ausgesprochen charmant, drückt das Pärchen an sich und sagt: "Ah, for Lexy! But the big one is for me." und lacht. Er legt den Hund auf einen Sitzplatz und geht in der Reihe weiter. Der nächst ist dran. "Pleased to meet you, Mr Bowie!" "That?s my pleasure!" Die nächste begrüßt Ihn. Er: "How do you do?" Dann sagt sie "I have heard you like sushi. I have brought you some sushi." Und zeigt auf einen kleinen Beistelltisch, wo eine Tüte mit dem mitgebrachten Sushi in einer Assiette liegt. Daneben steht (rechts neben mir) die Übernächste. Er deutet auf sie und fragt: "Oh, you are sushi?" Allgemeines Schmunzeln. Dann bin ich dran. "Peased to meet you, David!" "Oh it?s my pleasure!" Ich bringe vorerst kein weiteres Wort heraus, da mir immernoch keine zündende Idee für eine gute Frage kommt. Ich stehe ihm gegenüber. Der Abstand beträgt ca. 30 cm. Dann ist die letzte in unserem Bunde dran. "Hello David!" "Hello!"

Er ist glänzender Laune lächelt und lacht dauernd und er scheint völlig gelassen und natürlich. Danach fragt der erste von uns nach einem Autogramm. Wir haben alle unsere Stifte und Bücher, LPs und CDs parat gehabt als die Begrüßung statt fand, falls alles so schnell geht, dass man keine Zeit mehr hat, die Sachen zu holen. Wir buchstabieren ihm unsere Namen und er gibt jedem ein persönlich gewidmetes Autogramm, dabei hält natürlich auch jeder sein mitgebrachtes Objekt selbst fest, sozusagen an einem Ende er am anderen Ende der Fan. Hach (träum) -ich habe schon mit David Bowie "zusammengearbeitet" 😉 Eine von den anderen lässt sich die "Peter and the Wolf" LP unterschreinben und sagt ihm, dass sie die Ihrem Kind vorspielen wird. Er ist sehr nett und erwiedert auch etwas, das ich aber akustidsch nicht richtig verstehen kann.

Danach kommt von irgend jemandem die Aufforderung, für die Fotos Aufstellung zu nehmen. Er stellt sich mit J. (dem Plüschhund-Fan) in die Mitte und sie umfassen einander die Taille. Jeweils zwei von uns stehen rechts und links von den beiden. Ich stehe dicht neben ihm und die Atmosphäre ist irgendwie unwirklich. Ich hoffe das wird ein schönes Andenken. (leider sind die Fotos jetzt, da ich schreibe, immer noch nicht da).

Nun fragt der einzige Mann unter uns M&Gs eine richtig gute Frage über seinen Ausflug zum Buddismus in jungen Jahren. David antwortet ausführlich, dass er sich dafür interessiert hat und sogar mal vorhatte selbst ein Lehrer dieses Glaubens zu werden, aber sein Lehrer hat gesagt, dass er das nicht tun sollte. Er ist nicht der Richtige dafür. Er solle lieber Musik machen. Heute ist er froh, sich nicht dazu entschlossen zu haben.

Bei diesem Gespräch ist er ganz und gar für seinen Gesprächspartner da. Ich stehe schräg hinter ihm und versuche, so viel wie möglich von diesem Gespräch mitzubekommen. Aber leider komme ich nicht weiter herum, weil dort J. steht und ihn unverwandt anschaut, ohne auch nur mit der Wimper zu zucken - es könnte ja genau in diesem Augenblick etwas passieren. Sie ist in ihrer Art wirklich süß. Ich habe den Eindruck, dass er sich freut, dass nicht immer alle das Gleiche fragen. Diese ewig abgedroschenen Fragen, deren Antworten doch eh schon jeder kennt...

Nun werden noch Fotos mit der Crew von radioEINS gemacht. Dazu hockt er sich auf einen Beistelltisch und ist umgeben von einer Menge Radio-Leuten. Bei jedem Foto, das gemacht wird, ändert er die Position und den Ausdruck seines Gesichts ganz leicht. Daran merkt man auch, dass er ein echter Profi ist. (Hat Ihm vielleicht Iman beigebracht?) Auch die radioEINSen wollen noch Autogramme haben ... Es hat aber nicht mehr jeder eins bekommen.

Aber schon drängt Management /Plattenfirma zum Aufbruch. Er wird in den Fahrstuhl gebracht (vor dem, bevor er aufgeht, ein Mann Wache schiebt und den Plüschhund in der Hand hat) winkt uns nochmal zu und die Türen schließen sich. ...



Ich habe dieses Abenteuer auch für mich aufgeschrieben. Es wird noch einen letzten Part geben. Falls noch jemand Interesse hat, das hier auch noch zu lesen, lasst es mich wissen.



Gruß an alle



"We can be Heroes"
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by Camille Paglia quoted by David Bowie in "We prick you"

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