So, habe nun auch mal wieder die 97er Version gehört. Gefällt mir auch immer noch sehr gut.
Auf dieser Seite zB sieht man auch welcher Künstler welche Zeile singt in der gemischten Version 🙂
https://rateyourmusic.com/list/simsy91/artists_who_appear_in_the_children_in_need_single_perfect_day/
Die Maxi CD hab ich mir damals auch gekauft.
LG Simone
Perfect Day | SdT 21.06.2021
22.06.2021, 11:07 Uhr
22.08.2025, 14:54 Uhr
Heroin, Junkie, Dealer? Der Reflex liegt nahe - und führt doch in die Irre. Lou selbst hat die Drogendeutung später verworfen: Für ihn skizziert „Perfect Day“ einen erstaunlich schlichten, stillen Glückstag - Sangria im Park, Tiere füttern, Kino. Kein chiffriertes Fixerlied, sondern der kurze Moment, in dem die Welt weichzeichnet - weil da jemand neben dir geht.
Wer mit Velvet Underground sozialisiert wurde, trägt „Heroin“ und „I’m Waiting for the Man“ als Folie im Ohr. Die Trainspotting-Schubkraft. Der Film koppelte „Perfect Day“ an eine Heroin-Sequenz. Seitdem haftet dem Song diese Szene an wie ein zweiter Titel - einmal gesehen, nie wieder ungehört.
Und Bowie? Gemeinsam mit Mick Ronson hob er die Nummer auf Transformer in eine kammermusikalische Schwebe. Ronsons Klavier setzt Porzellanpunkte, die Streicher leuchten, ohne zu kleben. Diese Produktion lädt zum Licht, nicht zur Nadel; sie stützt die Lesart als Liebeslied. „Perfect Day“ ist keine Dealer-Story und - nach Reeds eigener Auskunft - kein Junkie-Bekenntnis. Eher eine Doppelbelichtung: Wer Liebe sucht, findet sie. Wer die Drogenmythologie mitbringt, projiziert sie hinein. Beides bleibt möglich, doch am Ende erzählt jede Deutung mehr über uns Hörende als über den Song.
Reinhold
Wer mit Velvet Underground sozialisiert wurde, trägt „Heroin“ und „I’m Waiting for the Man“ als Folie im Ohr. Die Trainspotting-Schubkraft. Der Film koppelte „Perfect Day“ an eine Heroin-Sequenz. Seitdem haftet dem Song diese Szene an wie ein zweiter Titel - einmal gesehen, nie wieder ungehört.
Und Bowie? Gemeinsam mit Mick Ronson hob er die Nummer auf Transformer in eine kammermusikalische Schwebe. Ronsons Klavier setzt Porzellanpunkte, die Streicher leuchten, ohne zu kleben. Diese Produktion lädt zum Licht, nicht zur Nadel; sie stützt die Lesart als Liebeslied. „Perfect Day“ ist keine Dealer-Story und - nach Reeds eigener Auskunft - kein Junkie-Bekenntnis. Eher eine Doppelbelichtung: Wer Liebe sucht, findet sie. Wer die Drogenmythologie mitbringt, projiziert sie hinein. Beides bleibt möglich, doch am Ende erzählt jede Deutung mehr über uns Hörende als über den Song.
Reinhold
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