Bring Me the Disco King | SdT 04.08.2020

Petralpz
SdT Orga
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04.08.2020, 00:10 Uhr
Bring Me the Disco King

„Bring Me The Disco King“ ist eine sieben Minuten lange Jazz-Ballade, getragen von Bowies Stimme und dem abstrakte Bilder malenden Klavierspiel seines wohl genialsten Mitstreiters Mike Garson, wurde in den frühen 90igern geschrieben, 3 mal aufgenommen und schließlich auf Reality veröffentlicht.
Nile Rodgers, der den Song mit Bowie produzierte, erinnerte sich Jahre später daran, dass Bowie ihn als "eine Parodie auf die ganze Disco-Sache aus den siebziger Jahren schrieb.

Die erste Aufnahme erfolgte 1993 für erstmals 1992 für ddie „Black Tie White Noise“ Sessions.

David Bowie: "Ich habe zunächst eine Version davon gemacht, die zum Titel passte, alarmierend... Ich wollte, dass es kitschig und kitschig klingt und eine Art echter Uptempo, eine Art Disco-Slam in der Disco der späten siebziger Jahre ist. Und das Problem ist, es klang kitschig und kitschig, ha ha! Es hat einfach nicht funktioniert. Es hatte kein Gewicht." Also blieb der Song erstmal in der Schublade liegen. Demos gibt es davon leider nicht.

1997 holte er den Song wieder hervor. Bei einem erneuten Versuch während der Earthling-Sessions ("Wir haben es auf eine Art muskulöse Art und Weise gemacht, so wie es die Band zu dieser Zeit war"😉, stellte er fest, dass der Track immer noch nicht funktioniert und auch nicht auf dieses Album passte.

David gab den Song 2003 in die Hände von Mike Garson. Disco King" scheint ursprünglich nicht für Klavier gedacht gewesen zu sein.
Bowie selbst sagte: "Ich habe den Song komplett auseinandergenommen und nur Mike Garson am Klavier spielen lassen. Wir haben es mit der Hälfte des Tempos des Originals aufgenommen, und jetzt funktioniert es brillant. Dieses arme kleine Waisenkind Annie scheint jetzt ein Zuhause zu haben.“

Es wurde also nun endlich zu dem Meisterwerk das ich liebe und auf dem Album Reality veröffentlicht.
Bring Me the Disco King" weist den lautstarken, gitarrengeleiteten Angriff von Reality's Titeltrack und den anderen Liedern zurück und hat einen Rhythmus, der oft an Samba, Tango und meistens an Jazz erinnert und hält durch seine Präsenz das ganze Album zusammen.

Die Erstveröffentlich des Songs erfolgte aber nicht auf Reality, sondern etwas eher  als Teil des Soundtracks zu Underworld, einem Fantasy-Horror-Actionfilm. Der Song wurde von Ex-Nine Inch Nails-Bassist und -Keyboarder Danny Lohner für den Soundtrack des Films 2003 neu abgemischt. Maynard James Keenan, Milla Jovovich, Josh Freese und John Frusciante unterstützten ihn dabei.

Lyrics:

You promised me the ending would be clear
You'd let me know when the time was now
Don't let me know when you're opening the door
Stab me in the dark, let me disappear

Memories that flutter like bats out of hell
Stab you from the city spires
Life wasn't worth the balance
Or the crumpled paper it was written on

Don't let me know we're invisible
Don't let me know we're invisible

Hot cash days that you trailed around
Cold cold nights under chrome and glass
Led me down river of perfumed limbs
Sent me to the streets with the good time girls

Don't let me know we're invisible
Don't let me know we're invisible
We could dance, dance, dance thru' the fire
Dance, dance, dance thru' the fire

Feed me no lies
I don't know about you, I don't know about you
Breathe through the years
I don't know about you, I don't know about you
Bring me the disco king
I don't know about you, I don't know about you
Dead or alive, bring me the disco king
Bring me the disco king, bring me the disco king
Bring me the disco king

Spin-offs with those who slept like corpses
Damp morning rays in the stiff bad clubs
Killing time in the '70s
Smelling of love through the moist winds
Don't let me know when you're opening the door
Close me in the dark, let me disappear
Soon there'll be nothing left of me
Nothing left to release

Dance, dance, dance thru' the fire
Dance, dance, dance thru' the fire
Feed me no lies
I don't know about you, I don't know about you
Breathe through the years
I don't know about you, I don't know about you
Bring me the disco king
I don't know about you, I don't know about you
Dead or alive, bring me the disco king
Bring me the disco king
Bring me the disco king, bring me the disco king
Bring me the disco king, bring me the disco king
Bring me the disco king, bring me the disco king.

David singt von Erinnerungen, die „wie Fledermäuse aus der Hölle flattern“, davon, „in den 70er Jahren die Zeit totgeschlagen“ zu haben. Und immer wieder der verzweifelte Ruf: „Bring me the disco king! Dead or alive!“. Gemeint ist wahrscheinlich Nile Rodgers, darauf weisen einige Kritiker hin. Das macht auch Sinn, da der Song ja für Black Tie White Noise geschrieben wurde, wo eine Wiedervereinigung von Nile Rodgers und Bowie erfolgte.

bring me | Search Results | Pushing Ahead of the Dame




Original Song - Album Version



Bring Me The Disco King - David Bowie (Danny Lohner Mix)



Video



Hammersmith Riverside Studios 08.09.2003



Wien 2003 (Danke @ezaube )



Tokyo 2004

LG
Petra
I'm not a prophet or a stone aged man, just a mortal with potential of a superman. I'm living on.” (David Bowie)
mrs.stardust
SdT Orga
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04.08.2020, 11:56 Uhr
hallo spacegirls and boys!
bin wieder online und freue mich auf bring me the disco king heute!
megasong,danke für die fabelhafte auswahl,liebe petra und deinen spitzentext!!!
da konnte unser freund mal wieder seine unglaubliche bandbreite an stimmlichen variationen zeigen,emotional,leicht gebrochen,eine hohe intensivität.
ja,und über mr.garson brauchen wir wohl alle nichts hinzufügen...
zum niederknien...
Cat People
Reinhold
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04.08.2020, 12:23 Uhr
Petralpz schrieb am 04.08.2020, 00:10 :

Bring Me the Disco King

...

LG
Petra
 
Mike Garson mit Seal



Reinhold
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Simone
SdT Orga
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04.08.2020, 13:37 Uhr
Toller Song ❤ Albumversion und Live von A Reality Tour haben wir vorhin schon im Auto gehört.
Die Underworld Version liebe ich auch noch mehr aber die ist auf Spotify leider nicht zu finden.
Die werde ich dann gleich anhören.
Und heut Abend wieder YouTube schauen.

Das allererste Mal hab ich den Song übrigens kurz vor der Abfahrt nach London 2003 gehört, auf nem Download von Reality, bevor es erschien. Nur um die Songs einmal gehört zu haben vorm Riverside Kinokonzert. Und ähnlich wie bei The Loneliest Guy hat mir Disco King da nicht wirklich zugesagt.
Aber auch das hat sich dann live gleich geändert, und seitdem mag ich es sehr 🙂

Eine besondere Erinnerung hab ich auch an das Konzert in Stuttgart.
Da standen Gilly und ich vorne links neben dem Steg auf dem er den Song immer zum Besten gab und an der einen Stelle zeigte er mehrmals auf uns 😉 Bin nicht mehr ganz sicher an welcher Stelle genau, aber es könnte bei "I don't know about you" gewesen sein 🙂

LG Simone
zicky_dustbin
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04.08.2020, 13:48 Uhr
oh ja, einer meiner Lieblingssongs... besonders in der "Underworld-version"(Lohner Mix)

😀

gruß, Z
- bowiefun for ever -
Simone
SdT Orga
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04.08.2020, 13:51 Uhr
Hier noch Rotterdam 2003:


London 2003


und


Bernard Fowler bei A Bowie Celebration 2019


LG Simone
mrs.stardust
SdT Orga
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04.08.2020, 21:53 Uhr
wie gesagt,hervorragende wahl!!!
live war es auch überwältigend.
ich konnte nicht alles aufarbeiten,was ich in den letzten tagen versäumt habe, bin aber nochmal bei 5.15 hängengeblieben,der song,den ich sofort beim ersten hören auf dem album als meinen liebling erkennen konnte.
und auch musste ich sofort an 5.15 von the who denken,da ich the who sehr mag und quadrophenia damals im kino gesehen habe und begeistert war.
der tatsächliche zusammenhang war mir allerdings nie klar vorher.
dafür möchte ich mich nochmal bedanken,da ich das wunderbar finde.
Cat People
Reinhold
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Beiträge: 14.166 Registriert: 01.10.1999
08.09.2025, 07:34 Uhr
Der offizielle "Visualizer" für David Bowie – Bring Me The Disco King (Loner Mix)

Mit Maynard James Keenan (Tool) und John Frusciante (Red Hot Chili Peppers)

Der Song wurde ursprünglich 1992 als Uptempo-Track geschrieben und aufgenommen und sollte auf Black Tie White Noise erscheinen. Später wurde er während der Earthling-Sessions neu aufgenommen, aber auch diese Version blieb unveröffentlicht. Sechs Jahre später wurde der Track jedoch verlangsamt, zurückgenommen und erneut für Reality aufgenommen, wo er das Album abschließt. Dieser Remix, mit umfangreichen zusätzlichen Produktionen des ehemaligen Nine Inch Nails-Keyboarders Danny Lohner, zusätzlichen Gitarrenparts von John Frusciante von den Red Hot Chili Peppers und zusätzlichen Vocals von Tool-Sänger Maynard James Keenan sowie weiteren Mitwirkenden, war Teil des Soundtrack-Albums zum Film Underworld aus dem Jahr 2003.



Reinhold
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