No Plan | SdT 18.08.2020

zicky_dustbin
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19.08.2020, 07:23 Uhr
"Killing a little Time" ist ergreifend. :'(
"No Plan" auch... .
Aber anders.

Gruß, Z
- bowiefun for ever -
mrs.stardust
SdT Orga
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19.08.2020, 08:33 Uhr
musste bei no plan aussetzen.
schaffe ich nur,wenn ich in einer guten verfassung bin und nebenbei geht das eh gar nicht.video geht überhaupt nicht,heule mich tot.
@madman,du hast da ein schönes bild beschrieben,so ähnlich habe ich das mit der rakete auch empfunden.

unser freund ist jetzt wirklich der starman🌠
Cat People
mrs.stardust
SdT Orga
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Beiträge: 2.336 Registriert: 02.01.2020
19.08.2020, 08:35 Uhr
Station_U schrieb am 18.08.2020, 23:08 :

"I don't know where I'm going from here, but I promise it won't be boring" ... ich liebe diesen Spruch so sehr! Es ist eine schöne Vorstellung und es ist so unendlich viel hier geblieben. Das erreicht kaum jemand. Lazarus bleibt uns hoffentlich noch lange erhalten. No Plan nimmt mir die Luft, da brauche ich good vibes.

Das Wort zum Song des Tages hast du schön gesagt, @Joe the Lion. Die unterschiedlichen Ansätze hier sind voll bowielike... Toll, dass du da bist!!!

LG
Station_U
genau so ,liebe station_u!
Cat People
Reinhold
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02.01.2026, 13:38 Uhr



Leah Kardos schreibt zu dem Video::
Zitat:
Ich wollte eine kleine Geste setzen, um den 10-jährigen Meilenstein seit all diesen Ereignissen zu zelebrieren. Ich bin mir sicher, dass ich das nicht ganz geschafft habe, denn es ist ein eleganter und trügerisch einfacher Song, der eine große und potenziell tiefgründige Idee enthält.

Aber diesen Moment zu nutzen, um ihn mir anzuhören und noch einmal darüber nachzudenken, fühlte sich irgendwie wie eine gute Medizin an. Das Jahr 2025 war geprägt von Unruhe. Für das kommende Jahr 2026 wünsche ich mir für mich selbst und für unsere gemeinsame geistige und seelische Gesundheit, dass wir alle mehr im Hier und Jetzt leben. Jetzt, nicht morgen. Frohes neues Jahr!

Die Analyse von Leah Kardos gab mir den Anstoß, mich mit "No Plan" zu beschäftigen. Der Song geht mir nicht mehr aus dem Kopf, vor allem, wenn man sich klarmacht, wie er entstanden ist.

Mich bewegt insbesondere die Aufnahmesituation im Magic Shop in New York. Betrachtet man die Chronologie, so stellt man fest, dass die Backing-Tracks und erste Vocals am 7. Januar 2015 aufgenommen wurden - Bowie vollendete seinen Gesang nur wenige Tage später. Das bedeutet, er arbeitete an diesem Song um seinen 68. Geburtstag herum.

Es ist eine fast schon unheimliche Vorstellung: Während draußen möglicherweise sein Geburtstag gefeiert wurde, stand er im Studio und sang diese Zeilen über das „Nirgendwo“ und das Ende aller Pläne. Leah Kardos weist zudem auf die "makabre Synchronizität" hin. Sie sagt, dass die Cast-Aufnahme des Musicals Lazarus (auf der der Song ebenfalls zu hören ist) genau an dem Tag eingespielt wurde, an dem Bowie starb.

Zur musikalischen Substanz: Leah arbeitet treffend die harmonische Psychologie des Songs heraus. Der Einstieg mit einem Akkord erzeugt sofort eine unheimliche Spannung, ein suchendes Schweben im Ungewissen. Aber dann löst es sich in diesen warmen Akkorden auf, die sich wie ein warmes, wohliges Licht in der Dunkelheit verhalten. Ein Song wie ein Pendel, das zwischen existenzieller Angst und tiefstem Trost schwingt.

Spannend ist auch der Vergleich mit "Seven", denn in "Seven" war der Tod noch ein theoretisches Gedankenexperiment ("Was wäre, wenn…"😉, während in "No Plan" diese Frist abgelaufen ist. Es gibt keine Zukunft mehr, die man planen könnte. Der Song wurde im "Nirgendwo" verortet - im Bardo, dem tibetischen Zwischenreich.

Bowie singt hier nicht mehr über das, was er getan hat, sondern über das, was er im Kern ist: „My moods, my beliefs, my desires“.

Leah ist der Meinung, dass Bowie mit seiner Arbeit ein Thema aufgreift, das auch der Dramatiker Dennis Potter kurz vor seinem Tod beschrieb: Die Welt wird unerträglich schön und intensiv, wenn die Zukunft als Ballast abfällt.

Das Finale mit der Zeile „This is not quite yet“ wirkt wie eine letzte Verbeugung: technisch brillant und emotional entwaffnend. Vielleicht ist es sogar eine subtile Antwort auf Sinatras „My Way“, womit sich für ihn ein lebenslanger Kreis schloss.
Wie geht es euch heute mit dem Song?

Reinhold

Pflichtangabe zu den Inhaltsstoffen meiner Postings: Kompetenz, Erfahrung, geringe Anteile von Halbwissen. Kann Spuren von Ironie oder Hörensagen enthalten.

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