No One Calls
Kein Schwein ruft mich an …
"No One Calls" war während der Aufnahmen zum Album "hours…" entstanden und als B-Seite von der Single "Thursday's Child" veröffentlicht. Der Track tauchte auch im Computerspiel "Omikron: The Nomad Soul" auf, das eine Reihe von Aufnahmen von Bowie und Gabrels enthielt und von der Softwarefirma Quantic Dream entwickelt und im Oktober 1999 von Eidos Interactive veröffentlicht wurde. Auch auf "Re:Call 5" veröffentlicht, einer Zusammenstellung von Bowies Non-Album-Singles, Single-Versionen, Remixen und B-Seiten im Rahmen des Boxsets "Brilliant Adventure (1992-2001)" aus dem Jahr 2021.
Die Anfänge von "No One Calls" liegen im kreativen Prozess von "hours …", einer Phase, in der Bowie mit neuen Klängen und Stilen experimentierte. Der Song war jedoch nicht nur ein einfacher B-Seiten-Füller, sondern eine eigenständige künstlerische Aussage, die tiefe Einblicke in Bowies Fähigkeit zur musikalischen Vielseitigkeit bot. O'Leary hebt hervor, dass "No One Calls" möglicherweise aus den Outside-Outtakes von Bowie und Brian Eno hervorgegangen sein könnte. Die düsteren Untertöne des Songs erinnern an frühere Werke wie "Wishful Beginnings" und lassen Raum für Interpretationen und Bezüge zu Bowie's elektronischen Klängen.
Der Song zeigt auch deutliche Anleihen an die Musik aus dem Film "Labyrinth", insbesondere an Trevor Jones' "Thirteen O'Clock". Diese Einflüsse aus der Filmmusik und dem Videospieldesign spiegeln sich in der atmosphärischen Gestaltung von "No One Calls" wider.
Die minimalistische Herangehensweise von Bowie an den Song, unterstützt durch den Einsatz von Drum-Maschinen, verleiht dem Track eine eigenwillige Klangästhetik, die sowohl nostalgisch als auch zeitgemäß wirkt. O'Leary meint, die fragmentierten Lyrics, die Bowie in seiner traurigen Pierrot-Stimme über lockere, vier- und fünfsilbige Zeilen singt (und wie üblich von verzerrten Geisterstimmen widerhallt werden), können auf verschiedene Arten interpretiert werden: als innerer Monolog eines isolierten, deprimierten Menschen; als Gedanken von jemandem, der mit den Folgen einer schrecklichen Tat konfrontiert ist (warum ruft niemand mehr an? Warum muss der Sänger fotografiert werden?). Es könnte sogar postapokalyptisch sein: Fenster zählen (die nicht zerbrochen sind); niemand ruft überhaupt jemanden an (weil es keine Telefone oder Menschen mehr gibt). Eine introspektive Reflexion über Einsamkeit, Verlust und die Suche nach Identität.
No One Calls
Lyrics
Nobody calls
Fall into pieces
Don't be afraid
Life isn't easy
Sunshine to rain
Counting the windows
But nobody calls
Nobody calls
Sunshine to rain
Smile for the camera
But nobody phones
Nobody phones
Anyone
At all
Not at all
Nobody phones
Anyone
At all
Nobody phones
Anyone
At all
Nobody phones
Anyone
At all
Nobody phones
Anyone
At all
Not at all
Not at all
dt.
Niemand ruft an
In Bruchstücke zerfallen
Hab keine Angst
Das Leben ist nicht leicht
Sonnenschein bis Regen
Ich kann die Fenster zählen
Aber niemand ruft an
Niemand ruft an
Sonnenschein bis Regen
Lächeln für die Kamera
Aber niemand ruft an
Niemand ruft an
Niemand
Überhaupt
Überhaupt niemand
Niemand telefoniert
Jeder
Überhaupt
Niemand telefoniert
Jeder
Überhaupt
Niemand telefoniert
Jeder
Überhaupt
Niemand telefoniert
Jeder
Überhaupt nicht
Überhaupt niemand
Überhaupt nicht
No One Calls
Thirteen O'Clock von Trevor Jones aus dem OST "Labyrinth"
Awaken 2 OST The Nomad Soul
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Reinhold
No One Calls | SdT 16.05.2024
16.05.2024, 11:24 Uhr
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