
Am 7. März 2025 markiert ein bedeutendes Jubiläum: Es sind dann fünf Jahrzehnte vergangen, seit David Bowie sein neuntes Studioalbum, "Young Americans", veröffentlicht hat.
Pünktlich zu diesem besonderen Anlass erscheint eine exklusive Jubiläumsedition. Das Album wird in einer streng limitierten Half-Speed-Mastering-LP und als Picture-Disc-LP neu aufgelegt. Letztere kommt mit einem Poster des Albumcovers daher – ein Sammlerstück für eingefleischte Fans und Liebhaber seltener Pressungen. 🙂
Mit "Young Americans" wagte Bowie erneut einen mutigen musikalischen Schritt und ließ sich von der Stilrichtung inspirieren, die später als "Plastic Soul" bekannt wurde. Besonders hervorzuheben ist der Song "Fame", ein gemeinsames Werk von Bowie, John Lennon und Carlos Alomar, das ihm seinen ersten Nummer-eins-Hit in den USA einbrachte.
Das Album trägt unverkennbar die Einflüsse des „Philly Sounds“, jener souligen Klangfarbe, die in den Sigma Sound Studios in Philadelphia, während einer Unterbrechung der "Diamond Dogs"-Tour, ihren Weg in Bowies Musik fand. Bei diesen Sessions wirkten herausragende Musiker mit, darunter Mike Garson an den Tasten, der unvergessene Luther Vandross als Backgroundsänger und David Sanborn am Saxophon.
Unter der Regie von Tony Visconti tauchte Bowie in die Welt des Souls ein und kreierte dabei nicht nur neue Klänge, sondern auch eine weitere Persona: "The Gouster". Dieser Begriff, entlehnt der Umgangssprache für einen modisch-bewussten Szenegänger, wurde sogar als ursprünglicher Titel des Albums erwogen. Eine frühe Version unter diesem Namen findet sich heute im Boxset "Who Can I Be Now? (1974–1976)".
Als Bowie die "Diamond Dogs"-Tour fortsetzte, stellte er die Setlist radikal um, um sein neu geschaffenes Material zu integrieren. Dies spiegelte die frische musikalische Ausrichtung wider, die mit "Young Americans" einherging. Nach dem Tourfinale im Dezember 1974 setzte Bowie die Studioaufnahmen fort, diesmal in den legendären Record Plant-Studios in New York. Es war hier, dass er auf John Lennon traf. Aus dieser Begegnung entstanden zwei Aufnahmen: eine Coverversion von "Across the Universe" der Beatles und die gemeinsam geschriebene Komposition "Fame". Die Sessions in New York wurden von Bowie selbst und Harry Maslin mitproduziert und fügten dem Album eine unverkennbare urbane Note hinzu.
Dieses Album war nicht nur ein musikalisches Experiment, sondern auch ein weiterer kultureller Meilenstein, der Bowies Status als wandelbaren Künstler zementierte und die Grenzen zwischen Rock, Soul und Popmusik endgültig aufhob.
Reinhold